1,5 Jahre wohnen wir im Haus ...

... und sind eigentlich ganz zufrieden (bis auf das Gewerk Elektro, das Gewerk Fliesen und das Geschäftsgebaren von Nordlyshaus). Was mir aber zunehmend Sorgen macht, ist die Tatsache, dass wir inzwischen drei Anzeigen bei der Polizei in Oranienburg aufgeben mussten. Zweimal Sachbeschädigung und einmal Hausfriedensbruch. Ich weiß nicht, wohin das noch führen soll bzw. wie lange ich das nervlich aushalte. Die Lebensqualität hat jetzt schon erheblich gelitten. Ständig hechelt man Angelegenheiten hinterher, für die man nicht verantwortlich ist. Gegen die nervliche Belastung ist die finanzielle Belastung durch die Sachbeschädigungen ein Witz. Auf die Zeit ist gesch..., die man damit verplempert. Mich stört am meisten, dass ich mich kaum noch ungezwungen freuen kann, wenn ich mich auf dem Grundstück bewege. Ständig gehen mir Sachen durch den Kopf, an die ich nicht denken müsste, wenn man bei uns normale Verhältnisse hätte. Zum Glück gibt es nette Nachbarn, die einem in solchen Momenten auffangen.

Die Ereignisse der letzten Zeit sind auch der Grund, warum wir wegen den dauerfeuchten Fugen noch nichts unternommen haben, außer dass wir die Dusche weiterhin nicht benutzen und ich mit einem Messgerät die Restfeuchte in den Fugen messe, die jetzt noch durch dunkle Verfärbungen sichtbar und mit einem Messgerät messbar ist. 

Der Geschäftsführer von Nordlyshaus hatte mich im Frühjahr schriftlich darauf hingewiesen, dass es mir nicht zusteht einen Mangel festzustellen. Er schrieb, dass dafür deutsche Gerichte zuständig sind.

Für mich heißt das, dass er den meiner Meinung nach offensichtlichen Mangel nicht sehen will. Ich glaube, er möchte uns dazu zwingen, die Angelegenheit vor Gericht zu bringen, weil er genau weiß, was uns das im Vorfeld kostet.

Wenn ich ehrlich sein soll, hätte ich das von Nordlyshaus auch nicht anders erwartet. Nachgeben werden wir in der Angelegenheit mit den Fliesen nicht. Wir können nur nicht an allen Fronten "kämpfen", um auch noch ein wenig Zeit für uns zu haben.

 

@ zukünftige Bauherren:

Es ist wirklich so, dass sich mit der Bauabnahme die Beweislast für Mängel umkehrt. Und wie ihr an unserem Beispiel seht, sollte man sich bei der Abnahme auf nichts einlassen. Auch wenn es einem noch so blöd ist, sollte man die kleinsten Mängel schriftlich festhalten. Bei der Abnahme muss man einfach mal Krümelkacker sein, wenn man am Ende nicht der Dumme sein will.

 

Die feuchten Fugen waren für uns bei der Abnahme leider nicht ersichtlich. Da haben wir einfach "Pech" gehabt bzw. haben mit der falschen Firma gebaut.