Luftdruckwächter P4 oder gleich ein Kamin mit DIBT-Zulassung?

Das wird auch eine der nächsten Entscheidungen sein, die wir treffen müssen. So wie ich das verstanden habe, muss man einen Luftdruckwächter installieren, wenn man einen Kamin und parallel eine Abluftanlage betreibt. In der Küche haben wir zwar keine Abluft, dafür haben wir aber in den Bädern Abluftlüfter. Diese könnten im Wohnraum einen gewissen Unterdruck erzeugen, der dann schädliche Gase aus dem Kamin zieht. Der Luftdruckwächter würde im Falle eines gewissen Unterdruckes die Lüfter sofort abschalten, was heißt, dass der Luftdruckwächter bei der Elektroinstallation schon berücksichtigt werden muss.

Umgehen könnten wir den Luftdruckwächter, indem wir einen Kamin mit DIBT-Zulassung aufstellen, wenn ich das richtig verstanden habe. Diese Kamine sind aber erheblich teurer, wenn meine erste Recherche richtig war. So ein Luftdruckwächter kostet "nur" um die 500 Euro + Installationskosten und wir hätten dafür bei den Kaminen die freie Wahl.

Kommentare: 3 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Thorschtn (Mittwoch, 17 September 2014 13:58)

    Hey, vor der Entscheidung stand ich vor ein paar Wochen auch.
    Wir haben uns dann für die Variante mit Unterdrucküberwachung statt DIBT Zertifizierzung entschieden aus folgenden Gründen:
    - wesentlich grössere Auswahl an Kaminen/-einsätzen (gerade auch, da wir einen Eckkamin wollten und die Heizleistung ideal auf die Wohnfläche auslegen wollten - da gab es dann gar keinen passenden DIBT zertifizierten Kamineinsatz, der unseren Anforderungen genügte)
    - wesentliche Preisersparnis ggü DIBT-zertifizierten Modellen
    - die DIBT Zertifizierung bestätigt ja die Dichtheit und Raumluftabhängigkeit - aber ist diese Dichtheit nach fünf Jahren Betrieb noch gegeben?
    Wir haben uns allerdings gegen den P4 und für die Brunner USA entschieden (etwa 200€ teurer) da
    - Brunner den Druck im Raum und im Abgasstutzen vergleicht, P4 hingegen innen und aussen - aussen hiesse aber, ich müsste ein Loch für den Schlauch in die Aussenwand bohren
    - darüber hinaus habe ich häufiger von Fehlauslösungen des P4 gehört, wenn der Wind ungünstig steht
    Die Installationskosten beliefen sich bei uns auf rd. 40€ - die Kaminbauer haben den Unterdruck- und Temperatursensor kostenfrei eben fix am Abgasrohr angeschlossen, die Elektriker haben eine separate Leitung (5 Adern) vom Sicherungskasten zur Unterdrücküberwachung gezogen, die dann die KWL schaltet.
    Beste Grüße
    thorschtn

  • #2

    hausbau-ohv (Mittwoch, 17 September 2014 14:16)

    Vielen Dank für deinen Tipp.
    Der Elektriker ist bei uns mit der Rohinstallation schon durch und ab heute sind die Putzer drin. Wir haben eine Leitung für den P4 legen lassen, um ihn später problemlos nachrüsten zu können. Ich weiß jetzt gar nicht, wie viel Adern diese Leitung hat.
    Ich denke auch, dass wir uns für einen Luftdruckwächter entscheiden. Wie du schon sagst, die Auswahl an Kaminen ist dann einfach viel größer.

  • #3

    thorschtn (Mittwoch, 17 September 2014 17:13)

    Die Anzahl der Leitungen ist eigentlich unkritisch.
    Den P4 kannst Du irgendwo im Raum platzieren, dann brauchst Du von dort nur zwei Adern zum Kamin um den Temperaturfühler anzuschliessen.
    Den Brunner USA habe ich direkt am Kamin montiert - der braucht drei Adern für die Spannungsversorgung und zwei für die geschaltete Leitung für die KWL. Die eigene Spannungsversorgung für die USA kannst Du aber auch von einer in der Nähe des Kamins liegenden Steckdose holen - dann reichen Dir sogar zwei Adern vom Kamin weg. Insofern hast Du immer noch beide Optionen.
    War bei mir zum Zeitpunkt der Rohbauelektrik auch noch offen - die Elektriker haben aber von sich aus vorsorglich 5 Adern gelegt.
    Dabei fällt mir gerade ein, der Brunner knackt alle 15 Minuten, weil er alle 15 Minuten nen Selbsttest macht. Weiss nicht, ob der P4 das auch macht.