Hausautomation mit HomeMatic - Intelligente Funk-Haussteuerungs-Systeme

HomeMatic
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Zurzeit verhandeln wir mit unserer Hausbaufirma noch wegen den Mehr- und Minderkosten. Da sich diese Verhandlungen nach meinem Gefühl noch etwas hinziehen werden und der Winter fast vor der Tür steht, habe ich mich jetzt dem Thema Hausautomation zugewandt. Hausplanung soll ja auch Spaß machen und nicht nur in Fehlersuche ausarten.

Um so mehr man sich mit dem Thema Intelligente Haussteuerung beschäftigt, um so mehr bekommt man das Gefühl, dass das ein schier unerschöpfliches Thema ist. Diverse Anbieter buhlen um Kundschaft und versuchen ihren eigenen Standard am Markt durchzusetzen.

Leider sind nicht alle Geräte der verschiedenen Anbieter zueinander kompatibel. Aber wo ein Wille ist, da ist ein Weg und mit HomeMatic bin ich hoffentlich auf dem richtigen Weg.

Die HomeMatic Haussteuerung hat für mich mehrere Vorteile. Der größte Vorteil ist für mich die bidirektionale Übertragung des Protokolls, die es ermöglicht, eine direkte Rückmeldung darüber zu bekommen, ob das Steuerkommando angekommen ist und ausgeführt wurde. Ein weiterer Vorteil ist Flexibilität, da die Sensoren und Aktoren über Funk angesprochen werden. HomeMatic-Geräte lassen sich einfach installieren und können auch nachträglich in die vorhandene Elektroinstallation eingebunden werden. Nicht zu vernachlässigen ist die HomeMatic-Community, die sich im HomeMatic-Forum versammelt und mit wertvollen Tipps zu Seite steht. http://homematic-forum.de/forum/

Um mich mit HomeMatic vertraut zu machen, habe ich mir drei Geräte zum „spielen“ bestellt. Es handelt sich um die HomeMatic Zentrale CCU2, einen HomeMatic Unterputz-Dimmaktor und das HomeMatic Funk-Wandthermostat. Schon bei diesen drei Geräten sind die Steuerungsmöglichkeiten schier unendlich.

Als ersten Schritt habe ich die CCU2 Zentrale mit dem mitgelieferten Netzwerkkabel mit der Fritzbox verbunden. Das Setup der Zentrale war mit wenigen Mausklicks erledigt. Dann habe ich den Lichtschalter im Schlafzimmer gegen den Dimmaktor getauscht und die Batterien in das Funk-Wandthermostat eigesetzt. Nun musste ich nur noch die Geräte von der CCU2 Zentrale suchen lassen und schon konnte es losgehen.

Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich. Wenn man ein Programm erstellen will, klickt man sich einfach durch die Auswahlmöglichkeiten.
z.B.: Wenn die Temperatur unter 20 Grad sinkt, es nach 19.30 Uhr ist, aber nicht nach 21.25 Uhr ist und wir Wochenende haben, dann soll das Licht im Schlafzimmer auf 30% gedimmt werden.
Das macht zwar alles keinen Sinn, aber mir sind schon diverse Szenarien durch den Kopf gegangen, zumal man die verschiedensten Aktoren und Sensoren miteinander verknüpfen kann.
Ich werde den Dimmer im Schlafzimmer jetzt so einstellen, dass wir morgens mit Licht geweckt werden. Ein halbe Stunde bevor der Wecker klingelt, werde ich das Deckenlicht langsam hochfahren lassen. Das wird uns als Morgenmuffel sicher das Aufstehen in der dunklen Jahreszeit erleichtern und den WAF (Danke Philip!) um einiges steigern.

Später sollen die Rollläden, die Außenleuchten, die Zimmerbeleuchtung und eventuell noch die Lüftungsanlage SEVi 200 überwacht und gesteuert werden. Über die Anbindung der Erdwärmefußbodenheizung habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Auch die Alarmanlage, die Rauchmelder und die Klingelanlage sind noch nicht berücksichtigt.
Ein Problem ist es nicht, auch diese Komponenten mit in die intelligente Haussteuerung aufzunehmen. Aber dazu muss ich mich mit der Anlage vertraut machen und die Möglichkeiten ausloten. Man könnte sich auch Alarm- oder Statusmeldungen per E-Mail oder per SMS auf sein Handy schicken lassen. Man könnte das komplette Haus von jedem beliebigen Ort mit Internetzugang fernsteuern und überwachen. Aber will man das?? Vordergründig geht es mit um die Automation. Die Möglichkeit der Fernsteuerung sehe ich im Moment noch kritisch. Man muss es ja nicht übertreiben und eventuelle „Einfallstore“ für Fremde öffnen.

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